
Kalabrien / Praia a Mare
5.-12.10.2007 - Erlebnisbericht
Fliegen in Kalabrien und der Basilikata
Am 5.10.2007 begann die lang erwartete Topgliders-Reise nach Kalabrien. Schon auf dem Flugplatz in Leipzig war klar, es ist wieder eine prima Truppe. Nur Jörg zweifelte: "Hoffentlich gibt es dort auch eine ordentliche Schlachteplatte."
Die circa 250 km lange Fahrt mit Kleinbus und Mietauto von Neapel nach Süden führte uns an Fluggeländen vom Feinsten vorbei. Noch bevor wir unser Hotel in Paria a Mare erreichten, soarten wir am Campotenese - einige bis zum Dunkel werden.
Unser erstes Frühstück trieb nicht nur Jörg die Sorgenfalten auf die Stirn. Wurst und Käse besorgten wir uns für die nächsten Tage selbst. Glücklicherweise machte das Abendessen alles wett und auch das Fliegen ließ die Augen aller wieder strahlen. Schon die Auffahrt zum 550m hohen Start war Abenteuer genug. Die Startfläche mit grünem Teppichbelag und Marienbildern für unser körperliches und seelisches Wohlbefinden hat uns schon beeindruckt. Bei laminaren Seewind konnten alle den Flug über die Stadt zum breiten Strand genießen. Akzente setzte der Blick zur Dinoinsel oder zu den herrlichen Bergen im Hinterland. Nach der Landung, oft mit Beifall der Einheimischen, nutzten viele Piloten das 24° warme Wasser zum Baden.
Leider zeigte sich am Sonntag auch eine negative Seite unseres Flugsports, die Abhängigkeit vom Wetter. Ein Besuch im Kartäuserkloster San Lorenzo und dem urigen Städtchen Padula ließ keine Langeweile aufkommen. Das Spiel der Wolken und des Lichtes zeigte uns die ganze Schönheit der Landschaft.
Trotz des ständigen Einflusses eines Tiefdruckgebietes über dem tyrrhenischem Meer und Dank der Bemühungen von Nichola und Andi hatten wir noch gute Flüge in Praia. In der Thermik der Felshänge hatte sogar "Schwager Helmut" seinen Tandemflug über dem Gipfelkreuz.
I-Tüpfelchen der Woche war ein Ausflug und das Fliegen in der benachbarten Basilikata. Die strahlend weiße Christusstatue als Kulisse zum Starten in Pianeta Maratea bleibt unvergesslich. Mit der Landung am Spiaggia nera, dem schwarzen Strand, endeten für alle wunderschöne Flugerlebnisse im Süden Italiens.
Einen Seufzer gab es dennoch. Als der Packsack im Leipziger Flughafen auf Jörg zukam, knurrte er: "Hoffentlich ist der große Schinken noch drin."
Gunter Müller
(der Schwager vom Helmut)
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